Kostenloser Versand in EU ab 50,00€ & ausserhalb EU ab 100,00€

Darmsanierung - Den Darm verstehen

Darmsanierung auf einen Blick

Darmkur, Darmsanierung, Darmreinigung und Detox-Kur sind mittlerweile in aller Munde und es gibt unzählige Ratgeber, Bücher und Informationen dazu. Muss man bei ersten Verdauungsbeschwerden gleich eine Darmsanierung machen? Was ist der Unterschied zwischen einer Darmreinigung und einer Darmsanierung?

In diesem Artikel findest du alle Grundlagen zu einer Darmsanierung und was du über deine Verdauung wissen solltest.

Darmsanierung: Den Darm verstehen 

Die Darmflora (Mikrobiom) durchzieht unseren gesamten Darm und besteht aus verschiedenen Bakterienarten, die überwiegend im Dickdarm angesiedelt sind und ausgebreitet ca. 400 Quadratmeter ergeben. In unserem Darm leben bis zu 100 Billionen Bakterien harmonisch mit unserem Körper zusammen (Symbiose). Das bedeutet die Bakterien sowie unserer Körper profitieren voneinander: Die Bakterien versorgen sich durch die Nahrung, die wir aufnehmen und produzieren bei der Verwertung der Nahrung u.a. Vitamine und Nährstoffe, die wiederum der Körper verwerten kann.

Dieser “Bakterienteppich” prägt maßgeblich unsere Darmgesundheit und spielt nicht nur bei der Verdauung eine Rolle, sondern hat auch eine wichtige Barrierefunktion. Schädliche Mikroorganismen, Viren, und Krankheitserreger werden dank der Darmflora abgewehrt: Ungefähr 80% unserer Immunabwehrzellen sitzen nämlich im Darm! 

Mehr Infos zu deiner Darmgesundheit findest du in diesem Artikel.

Gründe für eine Darmsanierung

Eine unausgewogene Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen und zu viel Zucker, Eiweiß und industriell verarbeiteten Lebensmitteln können die Darmflora kurz- und langfristig aus dem Gleichgewicht bringen, genau so wie zu wenig oder schlechtes Kauen der Nahrung oder Erkrankungen.

Die Einnahme von Antibiotika bei Krankheiten zerstört nicht nur die Krankheitserreger, sondern auch alle guten Bakterien im Darm. Machst du keine Darmsanierung nach einer Antibiotikaeinnahme sind nur noch wenige gute Bakterien übrig und es kommt oft zu Verdauungsbeschwerden.

Es ist noch nicht eindeutig geklärt, ob Krankheiten ein Ungleichgewicht in der Darmflora auslösen oder ob dieses Ungleichgewicht eine Folge von Krankheiten selbst ist. 

Symptome einer gestörten Darmflora

Unser Darm und Verdauung sind sehr empfindsam. Stress kann uns auf den Magen schlagen und den Appetit verschlagen und wenn es in unserem Bauch grummelt, legen wir uns oft instinktiv die Hand auf den Bauch zur Linderung. 

Ist die Darmflora langfristig aus dem Gleichgewicht, kann sich das in anhaltenden Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Magenschmerzen nach dem Essen, Durchfall, Verstopfungen etc. bemerkbar machen. Weiter Symptome können u.a. sein:

  • Übelkeit
  • Magen- oder Darmkrämpfe
  • Saures Aufstoßen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Unangenehmer Körper- oder Mundgeruch
  • Schlappheit, Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafprobleme
  • Allgemeines Unwohlsein bis hin zu psychischen Problemen
  • Nervosität
  • Hauterkrankungen

Halten die Symptome über einen längeren Zeitraum an, deutet das auf ein Ungleichgewicht nicht nur in unserer Darmflora hin, sondern im ganzen Körper. Ist unser Körper ständig im Ungleichgewicht können Krankheiten daraus entstehen, daher ist es wichtig die Symptome zu beobachten und falls sie nicht zurückgehen einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Unterschied zwischen Darmsanierung und Darmreinigung

Eine Darmreinigung beschreibt den reinen Vorgang der Reinigung des Darms. In der Schulmedizin wird dies zum Beispiel vor einer Darmspiegelung (Koloskopie) mithilfe eines Einlaufes oder Abführmitteln durchgeführt.

Bei einer Darmsanierung geht es darum die vorhandene Darmflora zu entgiften oder eine gestörte Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies passiert nicht mit einem Vorgang, sondern ist ein Prozess, der durch Mittel wie Probiotika und eine ausgewogene Ernährung unterstützt wird. Das Wort “sanare”, dass in Darmsanierung steckt bedeutet “heilen” oder “wiederherstellen”.

Darmsanierung ja oder nein?

Ob eine Darmsanierung sinnvoll ist, sollte man mit einem Arzt abklären. Wie es um das Milieu im Darm steht, kann ggf. erst nach Untersuchung einer Stuhlprobe erfolgen. Nichtsdestotrotz kann man sich selbst, um die Darmgesundheit kümmern, wenn Blähungen, Verstopfungen etc. auftauchen. Nicht immer ist eine Darmsanierung notwendig und damit das so bleibt, kann man selbst mit diesen 3 Tipps vorbeugen.

  1. Zeit fürs Essen nehmen

Oft essen wir, aber nehmen uns nicht wirklich Zeit dafür, sprich unsere Gedanken sind woanders. In Folge kauen wir oft nicht genügend und schlingen unser Essen ohne wirklichen Genuss herunter. Nimm dir wieder bewusst Zeit fürs Essen, schaffe Raum dafür und kaue jeden Bissen länger. Der Verdauungsprozess startet bereits im Mund. Was im Mundraum schon gut zerkleinert und eingespeichelt wird, verdaut sich anschließend besser.

  1. Mehr Ballaststoffe

Iss mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide und weniger Fleisch! In Fleisch stecken nämlich keine Ballaststoffe, die wichtig für deine Darmgesundheit sind.

Ballaststoffe sind unverdauliche Fasern aus pflanzlichen Lebensmitteln, die den Darm bei der Verdauung unterstützen. Lösliche Ballaststoffe sind in Getreide und Hülsenfrüchten enthalten und quellen im Körper auf; unlösliche Ballaststoffe in Obst und Gemüse. 

  1. Mehr probiotische Lebensmittel

Probiotische Lebensmittel enthalten Milchsäurebakterien (Laktobazillen), die im Zuge von natürlicher Fermentation entstehen. Diese Milchsäurebakterien stärken die Darmflora und sind in Joghurt, Kefir, Misopaste, sauren Gurken, Kombucha und Kimchi enthalten.

Ablauf einer Darmsanierung

Diese Tipps kannst du selbst nach einer Darmsanierung weiterhin anwenden, da sich meist über den Zeitraum der Darmsanierung die Essgewohnheiten kurzzeitig umstellen müssen. Ist die Darmflora wieder im Gleichgewicht, kannst du theoretisch wieder alles essen. Unser Tipp: Sinnbildlich auf sein Bauch- und Hungergefühl hören, denn auch das Hungergefühl kann sich nach einer Darmsanierung verändert haben.

Eine Darmsanierung besteht in der Regel aus drei Schritten: 

  1. Reinigung des Darmes

Mithilfe von Abführmitteln wie Glaubersalz, einem Einlauf oder einer milderen Variante mit Flohsamenschalen und geschroteten Leinsamen, die man mit ausreichend Flüssigkeit regelmäßig zu sich nimmt, regt man den Darm an sich zu entleeren. Es ist kein Muss vor einer Darmsanierung, sondern nur eine Empfehlung.

Professionell wird dies meist bei einem Heilpraktiker in Form einer Kolon-Hydro-Therapie, eine spezielle Form der Darmspülung, durchgeführt. 

  1. Entgiftung 

Die Entgiftung des Darmes kann man selbst durch pflanzliche Präparate wie Heilerde, Bentonit, unser Premium Detox oder Zeolith unterstützen. Dies binden überschüssige Säuren und Giftstoffe, die dann ausgeschieden werden.

  1. Wiederaufbau der Darmflora

Der Wiederaufbau der Darmflora erfolgt durch ausgewählte Probiotika und wird durch eine entsprechende Ernährung begleitet. Bei einem gesunden Menschen, der eine Darmsanierung vorbeugend macht, reichen meist probiotische Lebensmittel. Bist du vorerkrankt, solltest du dich mit einem Arzt oder Heilpraktiker absprechen, denn es gibt verschiedene probiotische Bakterienstämme mit unterschiedlicher Wirkung, die gezielt eingesetzt werden können.